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[1983]

Sonntagskind Sarah betritt am Frühlingsanfang die Weltbühne

[1985]

Vera ist da. Schon im Kreißsaal guckt sie sich nach dem Radio um, aus dem der Sound kommt
Von Anfang an bekommen die Schwestern Musik in die Muttermilch gemischt. Wenn ihr langhaariger Dad nicht auf seiner Westerngitarre klampft, dudeln aus dem Kassettenrekorder die Siebziger von Aerosmith bis ZZ Top

[frühe 90er]

Das bayerische Heimatdorf der Schwestern hat keine Schule, dafür aber zwei Wirtshäuser, eine Kleinkunstbühne und eine Musikschule. Sarah lernt Klavier und Vera Geige. Das klingt bald so passabel, dass Katze Mimi nicht mehr flüchtet. Kleine Auftritte bei Familienfeiern bringen neben Applaus auch Taschengeldaufbesserung: erste Gedanken an eine Musik-Karriere

[1995]

Beim Schulfest im Gymnasium schmettern die Schwestern Songs aus Sister Act und die Aula tobt

[1996]

Nächster großer Auftritt: Vera und Sarah begleiten ihren Dad beim Konzert der Förderpreisträger auf dem Tollwoodfestival. Es folgen gemeinsame Auftritte auf Kleinkunstbühnen

[1998]

Weil Dad gerne mal ein wenig daneben singt und sie eigene musikalische Interessen entwickelt haben, starten die Girls eine mehrjährige Duo-Karriere mit Coversongs aus Musicals, Blues und Jazz. Das Publikum schmilzt wie Butter in der Sonne. Lokalblätter prophezeihen eine große Zukunft. Vera schreibt mit dreizehn Jahren ihren ersten Song

[2000]

Die Schwestern stellen fest, dass öffentliches Musizieren im Freistaat Bayern illegal sein kann. Ohne Lizenz und mit Keyboardverstärker brechen sie in der Münchener Fußgängerzone das Gesetz gleich doppelt und haben Glück, dass sie von einer Zivilstreife nicht verhaftet werden

[2002]

Sarah macht Abitur und studiert Grafikdesign. The girls keep on singing.

[2003]

Sarah kriegt zum 20. Geburtstag von George Bush einen Golfkrieg geschenkt. Die Sisters gründen mit Dad und zwei weiteren Oldies eine Band und es folgen weitere eigene Songs

[2004]

Die Band erreicht Local Hero Status, fast alle Konzerte sind ausverkauft. Obwohl sie im elterlichen Hippie-Wohnmobil schon 30.000 Kilometer zurückgelegt haben, sind Vera und Sarah dem Nordpol noch nie so nahe gekommen wie beim Band-Wettbewerb „Deutscher Rock & Pop Preis“ in Hamburg. Die 850 km Fahrt rentiert sich: Auszeichnungen in drei Kategorien!

[2005]

Die Band wird in KLIMA umbenannt und aus über 600 Bewerbern von einer Profi-Jury um Musikmanager Thomas Stein ins Finale des Message Music Contest in Mannheim gewählt. Vera legt ein glänzendes Abitur hin, mag danach aber nichts anderes machen als Musik. Beim Münchener Songwriters Live Award spielen sich die Schwestern als Duo ins Finale, das sie durch Jury- und Publikumsentscheid gewinnen. Sarah ist jetzt ausgebildete Grafikdesignerin. Die Schwestern bewerben sich beide erfolgreich bei der Popakademie Mannheim. In letzter Minute überlegen sie es sich anders und stürzen sich risikofreudig ins Musikerleben, das auch sonnige Seiten bietet: die Band spielt zwei Wochen auf Fuerteventura

[2006]

Das Repertoire besteht nun überwiegend aus eigenen deutschen Songs. Sarah und Vera bekommen den begehrten Förderpreis für junge Songpoeten verliehen. Mit Band treten sie bei den „Songs an einem Sommerabend“ zweimal vor insgesamt 10.000 Zuschauern auf und lernen Kollegen wie Haindling und Konstantin Wecker kennen. Das Bayerische Fernsehen sendet zwei Songs. Die alten Herren machen jungen Profimusikern Platz, wodurch das Gesamtalter der Bandmitglieder wesentlich unter 200 Jahre gesenkt wird

[2007]

Zusammen mit der neuen Band und dem Produzenten Stephan Zeh werden erste Songs aufgenommen, die sich später auf dem Klima-Debütalbum wieder finden. Außerdem wird viel live gespielt – unter anderem im Vorprogramm von Revolverheld und Christina Stürmer.

[2008]

Das Self-Management geht weiter: Website, Flyer, Plakate, Werbung – alles selbst gemacht, so wie sämtliche Songs und die CD „Alle deine Lieder“, die im Sommer erscheint und in der Newcomershow auf Bayern 3 vorgestellt wird. Die Medien werden zunehmend auf Sarah und Vera und ihre Musik aufmerksam. Große Artikel erscheinen in der Süddeutschen Zeitung und in der Welt am Sonntag, Sat 1 sendet ein Kurzportrait. Das Programm ist jetzt komplett deutsch. Laith Al-Deen findet die Musik der Mädels super und engagiert sie öfters als Vorband auf seiner Deutschlandtour. KLIMA tritt beim Münchener Sommernachtstraum im Olympiapark vor 60.000 Besuchern auf.

[2009]

Das Bayerische Fernsehen sendet live ein Portrait mit Interview und Musik der Klimaschwestern und ihrer Band. Sarah gestaltet die Website neu und Vera schreibt neue Songs. Immer noch schleppen die Girls nicht nur ihr Equipment, sondern auch mal Boxen und Mischpult selbst durch die Gegend. Aber das gehört dazu, wenn man sein Leben für die Musik lebt! Da kriegt man Muskeln und lernt XLR-Stecker von Speakon zu unterscheiden. Auf jeden Fall ist Klima weiterhin ständig in Bewegung. Die Tür steht weit offen - Hallo Zukunft!